Hallo zusammen,
bezüglich der Eintragung der Reifen habe ich mich lange nicht mehr zu gemeldet da im Moment bei uns alles drunter und drüber läuft

. Da mich aber einige User gebeten hatten doch mal ein eigenes Thema (Eintragung Maxxis Reifen bei Shineray STIXE) auf zumachen will ich meinen Weg einfach mal schildern.
Wie ihr vielleicht gelesen habt, war ich auf der Suche nach vernünftigen Reifen für meine STIXE. Nach langem lesen und fragen habe ich mich dann für die Maxxis Spearz in der Dimension 195/50 R10 vorne und 225/40 R10 hinten entschieden. Leider haben die eine kleine Abweichung der original Reifengrößen so das eine Eintragung nach §19/2 erforderlich war.
Naja habe mir dann von einigen netten Leuten

ein paar Unterlagen hier im Board geben lassen und dachte, dass das schon reichen wird. Unterlagen die ich hatte: mehrere Kopien von TÜV Berichten von STIXE´n die bereits abgenommen waren und eine Bescheinigung vom Reifenhersteller das der Maxxis auf den original Felgen gefahren werden kann .
Soweit so gut... ich dann frohen Mutes zum ERSTEN TÜV hier bei mir in DO. Der Prüfer schaute sich die Unterlagen an frug mich was ein QUAD ist

und erklärte mir dann nett aber bestimmt das er mir diese Reifen sicherlich nicht eintragen werde, da ich weder Gutachten oder Teilegutachten oder ABE hätte. Und diese Kopien würden Ihn schon mal gar nicht interessieren. Außerdem würde er sich eh nicht auf so ein „Ding“ setzen, da er ja nicht Lebensmüde sei

damit müsste ich nach Essen fahren zu dem Haupt TÜV dort wären ausgebildete Quadfahrer die sich das anschauen könnten aber das würde kosten min. 350€ weilda ja eine Hochgeschwindigkeitspreobefahrt gemacht werden müsse

. Alles Reden und erklären half nix, der Typ war hart wie Krupp Stahl.
Danach völlig frustriert viel herum telefoniert in der Umgebung ob die solche Abnahmen machen würden. Die eine Hälfte sagte „ne solche Abnahmen gehen hier nicht weil wir zu klein dafür sind“ die anderen wussten noch nicht mal was ein Quad ist und sagten mir das ich nach Essen fahren sollte. Einen hatte ich dann doch noch gefunden der sagte kommen Sie mal vorbei das muss sich dann mal ein Sachverständiger anschauen. Ich dann Samstags Morgens da hin, völlig durchgefroren da rein freudestrahlend nach dem zuständigen Sachverständigen gefragt......und dann kam das Grauen um die Ecke.

..Es handelte sich hierbei um den gleichen der mir zuvor schon den Müll über „interessiert mich nicht“ bis hin zu „Ich bin doch nicht lebensmüde“ erzählt hatte. Naja dachte ich nicht verzagen vielleicht hatte der da nur einen schlechten Tag erwischt ich also superfreundlich

zu ihm hin und der fing mit der gleichen Sülze wieder an blablabla...
Naja dann wieder zurück gefahren, unterwegs mit mächtigen Fehlzündungen so meine Erfahrungen gemacht und wieder ans Telefon. Mit einer befreundeten Werkstatt gesprochen und er meinte jo ich kümmere mich mal melde mich dann Montag. Gesagt getan für Mittwoch einen Termin gemacht. Mittwoch hin Quad abgestellt, Unterlagen übergeben noch kurz mit dem Prüfer geschnackt (im übrigen sehr freundlicher Mann ) und wieder abgehauen. Später dann der Anruf... Neeeeee das können wir leider nicht machen weil kein Teilegutachten oder ABE vorliegt (das kannte ich ja schon) Aus lauter Verzweiflung habe ich dann den TÜV Prüfer in Hamburg angerufen der diese Art von Abnahmen bereits öfter durchgeführt hatte und von dem ich die Kopien vorliegen hatte und ihn nach einem Tipp gefragt. Der meinte dann ich solle mich mal mit dem IFT (Institut für Fahrzeugtechnik) in Verbindung setzen und schauen was die sagen

.
Sofort gemacht und mich mit einem Mitarbeiter der für die QUAD´s
ZUSTÄNDIG!!!!!! 
war verbinden lassen. Dem meine Situation erklärt und der meinte dann nur ganz Lapidar. Mhmm wieso gibt es denn da so Probleme? Das ist doch ganz einfach.
!!! Die neuen Reifen dürfen Maximal -4% bis +1% differieren ansonsten würde die Tachoabweichung zu groß werden dann wäre das überhaupt kein Problem dann MUSS das in jeder Prüfstelle gemacht werden. !!!
Als ich dann Abends mein Teil wieder abholte war der Prüfer von Vormittags noch da und wir kamen ins Gespräch. Habe ich dann meine neuen Erkenntnisse mitgeteilt und er meinte „ja wenn das so einfach ist dann würde er sich Morgen nochmals Rückversichern bei diesem Mitarbeiter und wir könnten das dann nochmal versuchen. Am nächsten Tag dann das OK von ihm. Freitags dann wieder hin, er sich alles angeschaut die Unterlagen geprüft und eine Probefahrt mit GPS gemacht. Dann mit Daumen hoch auf den Hof gekommen und mir meine Bescheinigung ausgestellt. Kostete zwar wesentlich mehr als in Hamburg lag aber daran das er ja die Probefahrt (ca. 30 Minuten) machen musste.
Alles in Allem kann ich euch nur raten das ihr euch nicht von gewissen Prüfern entmutigen lassen sollt, weil die einfach keinen Bock auf so was haben und immer wieder versuchen mit den Leuten zu reden. Bei mir hatte die Sache nun ein gutes Ende und das gleiche wünsche ich jedem der das noch vor sich hat.
Gruß
CRX998