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Da mein Hobel in der letzten Zeit immer mieser fuhr, und ich mit dem Gemisch
Einstellungen am Vergaser nichts erreichen konnte und auch ein heftiges Klappern
vom Zylinder zu hören war, dacht ich mir mal die Ventile einzustellen, da es noch nie
gemacht wurde bei meinem Bock.
Also erst mal die Verkleidung vom Bock abbauen, dann den Tank runter,
glücklicherweise ist bei der XY200STIIE-B die Querstrebe auf der der Tank sitzt
nicht festgeschweist sondern angeschraubt dadurch kann man sie einfach
abschrauben und muss den Motor nicht ausbauen oder kippen, man kommt so
super an den Ventil Deckel ran und kann ihn abschrauben. (Bild 1)
Hat man Ihn runter entfernt man die Schrauben der Kipphebel Brücke (Bild 2 rote
Kreise). Nun nimmt man vorsichtig die Brücke runter. Unter den Hebelenden ragen
nun zwei kleine Metallstangen aus dem Zylinder die kann man getrost so drinnen
stecken lassen, Bild 2 grüne Ringe.
Nun sieht man auch die 4 Schrauben vom Zylinder (Bild 2 blaue Kreise) 2 waren
vorher unter der Hebelbrücke. Diese Schrauben zieht man nun nach und das über
Kreuz 1 3 2 4. Vorsicht zu fest ist ab.
Nun Montiert man die Hebelbrücke wieder genau so wie man sie entfernt hat,
aufpassen das die beiden Metallstangen wieder unter den Hebelenden in ihre
Fassung reinkommen (Bild 2 grüne Kreise).
Nun Schraubt man die Blenden vom Seitendeckel ab (Bild 3 rote Ringe) unten im
Seitendeckel ist eine große Blende darunter befindet sich die Mutter um die
Kurbelwelle zu drehen. Man braucht ne Ratsche mit Verlängerung um sie zu
erreichen. Unter der Kleineren Blende ist das Schauloch in dem man die
Markierungen sehen kann auf dem Magnetpoolrad uns interessiert die Markierung
mit dem T (Oberer Totpunkt) ein kleiner Strich neben dem T auf dem Poolrad ist
die genaue Markierung. Im Innengewinde des kleinen Deckels den ihr vorher im
Schauloch entfernt habt ist eine kleine Kerbe dies sollte später bündig mit dem
Strich neben den T auf dem Pollrad sein.
Jetzt genau beobachten man dreht mit der Ratsche entgegen dem Uhrzeigersinn also
in Arbeitsrichtung des Motors das Poolrad und schaut einmal in das Schauloch und
einmal auf die Ventile, kommt im Schauloch die T Markierung schaut man auf die
Ventile nun bewegt man das Poolrad mit der Ratsche hin und her sind beide
Ventile dabei in Bewegung ist es nicht der richtige Obere Totpunkt sondern man
muss nochmal das Poolrad eine Runde rumdrehen bis wieder die T Markierung im
Schauloch zu sehen ist, wieder etwas vor und zurückdrehen mit der Ratsche das
Poolrad und keines der Ventile sollte sich bewegen, das ist dann der Obere
Totpunkt. Diesen lässt man nun genau Bündig mit der Markierung im Schaufenster
Innengewinde.
Nun stellt man die Ventile ein oder Kontrolliert erst mal auf was sie eingestellt sind,
dazu nimmt man eine Fühlerlehre gibt’s in jedem Baumarkt (Bild 4). Ich bin in
diesem Augenblick etwas zusammengezuckt die Ventile hatten 0 spiel da ging nix
dazwischen.
Auf Bild 5 sieht man A Einlassventil Vergaser seitig, B Auslassventil Krümmer
seitig, 1 Kontermutter, 2 Ventileinstellschraube, 3 dort muss die Fühlerlehre
zwischen.
Mann löst die Kontermutter und kann nun die Ventileinstellschraube drehen. Nun
nimmt man die Fühlerlehre und sucht sich die Blättchen raus welche man benötigt.
Ok das ist jetzt bei jedem wie er es mag oder jeder hat andere Werte, ich sag mal
wie ich es gemacht hab. Ich hab für das Einlassventil das 0,10 er und fürs
Auslassventil 0,15 zuerst probiert, allerdings haben die Ventile lauter genagelt als
der eigentliche Motor war. Und hab dann für mich genommen.
Einlass: 0,05
Auslass: 0,10
Ich höre sie immer noch aber in angenehmer Lautstärke.
Also ich nahm in meinem Fall also das 0,05 Blättchen der Lehre und schob es
zwischen Ventil und Ventileinstellschraube (Bild 5, Pfeil 3) Nun dreht man die
Ventileinstellschraube solange bis sie auf das Blättchen stößt und zieht die
Kontermutter handfest. Das Blättchen sollte etwas schwergängig hin und herzu
schieben sein, nun die Kontermutter richtig fest ziehen und nochmal Kontrollieren ob
der Wert noch stimmt, durch das Kontern kann es sich nochmal verstellen. Selbiges
macht man nun mit dem Auslassventil in meinem Fall mit dem 0,10 Blättchen.
Hat man das erledigt kontrolliert man die Einstellung nochmal in dem man das
Poolrad nochmal mit der Ratsche entgegen des Uhrzeigersinns dreht, denkt dran
2mal rum die Ventile dürfen sich nicht mehr bewegen wenn man die T Markierung
auf dem Poolrad hin und her bewegt im Schauloch. Nochmal die Einstellung
Kontrollieren, gegebenen falls nachstellen. Das wars, nun den Ventildeckel wieder
drauf, Tank anschließen und Probestarten.
Gegebenen Falls muss der Vergaser neu eingestellt werden
LG Gamorian
PS sorry für die schlechte Bild Quali is halt nen Handy.
dere, kannst du mir sagen, ob ich die kontermutter mit drehmoment festziehen muss, bzw wie fest genau die sein müssen, da ich das problem habe, das ich sie eigentlich schon eingestellt hatte nur das am nächsten tag wieder das nageln da war.
Drehmoment? Ne das is nicht nötig, jut Handfest angezerrt die Mutter, sollte halten, hatte da keine Probleme. Bin mit ner Nuss und ner Hand verlängerung ohne Ratsche da ran gegangen, mit ner Ratsche kann man auch ganz schnell Bruch verursachen.
danke für die antwort, ich verstehe nur nicht, wieso es bei mir halt schon wieder klingelt oder hast evtl ne ahnung, wieso es bei mirschon wieder is, obwohl die ventiele passen ?!?
Frage. Ist das klappern wenn sie kalt ist weniger, und klapperts erst richtig wenn sie heiß wird? Also im Prinzip genau umgedreht wie es eigentlich sein sollte?
Ok ich könnte mir denken das es an folgendem liegt, auch wenn mir einige jetzt nicht zustimmen werden.
Die aussage das das Klappern der Ventile leiser wird desto heisser der Motor wird, da sich ja durch die Hitze im Brennraum die Ventile dehnen ist nur bedingt richtig. Man muss auch bedenken das der Zylinderkopf mit zunehmender Hitze wächst, jup das ist so. Der Zylinderkopf wird zwar nicht so heis wie das Ventil aber er wird heiß und das Alu dehnt sich auf Grund der Größe des Zylinderkopfes um einiges mehr aus als das Ventiel. Wenn also der Zylinderkopf größer wird wird auch das spiel wieder größer. Ist beknackt is aber leider Wahrheit.
Das währe also eine mögliche Erklärung für heftiges Ventil klickern nach längerer Fahrt oder extremer Hitze. Das Ventil wird also im leerlauf wieder kälter da der Brennraum kühler ist als bei volllast, der Zylinderkopf bleibt aber erst mal heiss weil ja kein Fahrtwind mehr den Zylinderkopf abkühlt, ergo ist das spiel in diesem Moment größer.
Abstellen kann man das nur in dem man einen mittelwert findet fürs einstellen. Ich sage aber trotzdem lieber klickern als garnix zu hören.
das is ansich ne gute erklärung aber wieso war es dann nicht, wie ich sie frisch eingestellt habe, er ne nacht gestanden is und am nächsten tag, nach dem anlassen, war es auf einmal da?